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Die Weltklimakonferenz in Genf, 1979

Auf der Weltklimakonferenz (World Climate Conference) vom 12.-23.2.1979 in Genf, dem Sitz der Weltklimaorganisation WMO (World Meteorological Organisation) befassten sich Experten verschiedener UNO-Unterorganisationen mit dem Zusammenhang von Klima-Anomalien seit 1972 und der Klimabeeinflussung durch die menschliche Gesellschaft: 

"Die fortdauernde Ausrichtung der Menschheit auf fossile Brennstoffe als wichtigster Energiequelle wird wahrscheinlich zusammen mit der fortgesetzten Waldvernichtung in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten zu einem massiven Anstieg der atmosphärischen Kohlendioxid-Konzentration führen (...) Unser gegenwärtiges Verständnis klimatischer Vorgänge läßt es durchaus als möglich erscheinen, dass diese Kohlendioxid-Zunahme bedeutende, eventuell auch gravierende langfristige Veränderungen des globalen Klimas verursacht; und (...) da das anthropogene Kohlendioxid in der Atmosphäre nur sehr langsam durch natürliche Prozesse abgebaut wird, werden die klimatischen Folgen erhöhter Kohlendioxid-Konzentrationen wohl lange anhalten.“ (Quelle: World Climate Conference, Declaration and Supporting Documents, World Meteorologic Organization, Genf, 1979; Textzitat aus: Global Warming. Der Greenpeace-Report, Piper, 1990/91, hier S. 477/478)

Sie wies bereits damals darauf hin, dass die Zunahme des Kohlendioxid-Gehaltes in der Atmosphäre die höchste Aufmerksamkeit der internationalen Staatengemeinschaft verdiene, weil eventuell auch gravierende langfristige Veränderungen des globalen Klimas verursacht werden könnten. Als eine Konsequenz dieser Klimakonferenz wurde das Weltklimaprogramm (WCP) (World Climate Programme) bei der WMO ins Leben gerufen. (Quelle: Proceedings of the World Conference on the Changing Atmosphere: Implications for Global Security. WMO, Nr. 710, 1989)

Auf der 1. Weltklimakonferenz über Veränderungen der Atmosphäre (kurz: Weltklimakonferenz) in Toronto vom 27.-30.6.1988 diskutierten rund 300 Natur- und Wirtschaftswissenschaftler, Sozialpolitiker und Umweltschützer aus 48 Staaten über die Ursache und Bekämpfung der rapiden Erwärmung der Erde. Im Schlusskommuniqué der Klimakonferenz von Toronto wurde eindringlich darauf hingewiesen, dass die Gefahren für die Erdatmosphäre bereits so gravierend seien, dass sofortiges Handeln unerlässlich sei. (Quelle: Proceedings of the World Conference on the Changing Atmosphere: Implications for Global Security. WMO, Nr. 710, 1989)

Um alle Informationen über Klimaveränderungen zu erfassen und zu bündeln, insbesondere eine globale Erwärmung des Weltklimas durch menschliches Handeln zu erfassen, riefen die WMO und das UN-Umweltprogramm UNEP 1988 die regierungsübergreifende Arbeitsgruppe über Klimaveränderungen (IPCC) (Intergovernmental Panel on Climate Change) ins Leben. Das IPCC legte im August 1990 seinen ersten Bericht mit einer Abschätzung vor, der einen sicheren Anstieg der Treibhausgase als Folge menschlicher Aktivitäten voraussagte. Insbesondere dieser Bericht diente der Vorbereitung, Formulierung und letztlich auch Entscheidungsfindung über die UN-Klimaschutz-Rahmenkonvention in Rio 1992.

Am 29.10.-7.11.1990 fand - wieder in Genf - die 2. Weltklimakonferenz über Veränderungen der Atmosphäre statt. Hier wurden die Möglichkeiten der globalen Verminderung der Produktion und des Verbrauchs von Substanzen, die die Ozonschicht zerstören, diskutiert. Zwar wurde die Fertigstellung einer Weltklimakonvention für 1992 gefordert. Wegen der Weigerung der USA konnte man sich jedoch damals nicht auf konkrete Ziele einigen.

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