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Die Europäische Charta Umwelt und Gesundheit 1989

Die Erkenntnis, dass im Bereich umweltbezogener Gesundheit ("environmental health") Verbesserungen nur im Zusammenwirken der Verantwortlichen aus den Sektoren Gesundheit und Umweltschutz möglich sind, führte zur 1. Konferenz der Mitgliedstaaten in der europäischen Region der WHO "Umwelt und Gesundheit" 1989 in Frankfurt/Main. Hier verabschiedeten die Umwelt- und Gesundheitsminister aus 29 Staaten die "Europäische Charta Umwelt und Gesundheit". Die Charta stellte fest, dass hat die menschliche Gesundheit Vorrang vor wirtschaftlichem Wachstum habe.

1993 verabschiedete die WHO das Programm "Globale Strategie für Gesundheit und Umwelt" (Global Strategy for Health and Environment). Dieses Programm sollte als Arbeitsrahmen für die Erfüllung der in der Agenda 21 vereinbarten Ziele dienen.

Zur 2. Europa-Konferenz "Umwelt und Gesundheit" 1994 in Helsinki legte die Weltgesundheitsorganisation einen "Aktionsplan Umwelt und Gesundheit für Europa (EHAPE)" vor. Die Umwelt- und Gesundheitsminister der teilnehmenden Staaten einigten sich in der Helsinki-Deklaration darauf, diesen Plan auf nationaler Ebene durch "Nationale Aktionspläne Umwelt und Gesundheit (NEHAPs)" umzusetzen.

1999 wurden bei der 3. Europakonferenz "Umwelt und Gesundheit" in London die bei der Erarbeitung und Umsetzung der NEHAPs gemachten Erfahrungen ausgewertet und die sich abzeichnenden Defizite analysiert. Zur Unterstützung der Aktivitäten in den einzelnen Ländern wurde von der WHO ein "Steering Committee" ins Leben gerufen, in dem Vertreter der Regierungen von Bulgarien, Estland, Deutschland, Ungarn, Lettland, Malta, Russische Föderation, Schweden, Schweiz und Großbritannien mitwirken. Diese Staaten sollen ihre Erfahrungen auf natioanler Ebene auswerten. Eine internationale Auswertung und wissenschaftliche Begleitung soll durch das Institute of Public Policy and Social Research an der Michigan State University erfolgen.

Im Juni 1999 haben das BMGesundheit und BMU gemeinsam das Aktionsprogramm "Umwelt und Gesundheit" vorgelegt. Mehr dazu hier.

Weitere Links:

  • Download des "Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit", Vollversion (PDF, 0,4 MB, 21 Seiten)
  • Artikel "Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit", Volltext (PDF-Dokument, 93 kB, 5 Seiten)
  • WHO-Papier: Umwelt und Gesundheit in Europa in den 90er Jahren: Sachstand. Volltext (PDF, 88 kB, 23 Seiten)

 

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