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Das Zwischenstaatliche Waldforum (IPF) 1995

Auf der 3. Sitzung der Kommission für Nachhaltige Entwicklung (CSD) im September 1995 wurde zur Weiterverfolgung der in Rio vereinbarten Leitlinien und Programme im Waldbereich das Zwischenstaatliche Waldforum (IPF = Intergovernmental Panel on Forests) ins Leben gerufen. In vier Sitzungsperioden (September 1995 bis Februar 1997) befasste sich das IPF mit:

  • der Umsetzung der von der Rio-Konferenz getroffenen waldbezogenen Beschlüsse auf der nationalen und internationalen Ebene

  • der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Finanzhilfe und Technologietransfer

  • der wissenschaftlichen Forschung, Walderfassung und Entwicklung von Kriterien und Indikatoren für nachhaltige Waldbewirtschaftung

  • Handel und Umwelt in Beziehung auf Waldprodukte und Dienstleistungen der Wälder

  • Internationalen Organisationen und multilateralen Institutionen und Instrumenten, einschließlich angemessener rechtlicher Mechanismen.

Der an die Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen ("Rio +5", Juni 1997) gerichtete IPF-Schlussbericht enthält in 149 Artikeln ein umfangreiches Paket von Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der Rio-Waldbeschlüsse.

Allerdings blieben einige wichtige Fragen noch immer strittig, z.B. die Frage einer internationalen Waldkonvention, das Problem der Finanzierung der Kosten, die bei der Einführung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung in den Tropen erforderlich sind, und Fragen des Handels mit Holz und anderen Waldprodukten.

Zur Weiterführung der in Rio vereinbarten Leitlinien und Programme im Waldbereich beschloss der UN-Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC = Economic and Social Council) im Juli 1997, beim CSD ein internationales ad hoc-Forum über Waldwirtschaft (IFF = Intergovernmental Forum on Forests) einzurichten. Die drei Hauptaufgaben bestanden darin, die Umsetzung der vorliegenden Handlungsempfehlungen voranzutreiben, noch offene Positionen aus der IPF-Arbeitsphase bzw. neu hinzukommende Probleme zu bearbeiten und die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Waldschutzes zu verbessern. Weitere Aufgabe war, die möglichen Hindernisse für eine internationale Übereinstimmung herauszufinden und auf eine Übereinstimmung hinzuarbeiten, z.B. rechtsverbindliche Instrumente für alle Arten von Waldgebieten zu schaffen. Nach zwei Jahren sollte das IFF dem CSD Bericht erstatten. Aufbauend auf diesem Bericht und nach Rückkopplung mit der CSD sollten internationale Verhandlungen über neue Vereinbarungen und Mechanismen über rechtsverbindliche Instrumente für alle Arten von Waldgebieten aufgenommen werden.

"The programme of work of the Forum under the three categories consists of the following programme elements:

  • Promote and facilitate implementation of IPF's proposals for action

  • Monitor progress in implementation towards sustainable forest management

  • Consider matters left pending on the need for financial resources

  • Consider matters left pending on trade and environment

  • Consider matters left pending on the transfer of environmentally sound technologies to support sustainable forest management

  • Consider other issues arising from the programme elements of the IPF process needing further clarification. (Including underlying causes of deforestation and forest degradation; traditional forest-related knowledge (TFRK); valuation of forest goods and services; assessment, monitoring and rehabilitation of forest cover in environmentally critical areas; forest conservation; forest research; economic instruments; and future supply and demand of wood and non-wood forest products and services)

  • Consider forest-related work of international and regional organizations

  • International arrangements and mechanisms to promote the management, conservation and sustainable development of all types of forests.)

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