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Geschichte > Zwischen Rio und Johannesburg > Erdgipfel Rio+5 New York 1997 |
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Veranlassung Definitionen Geschichte Weltgipfel Johannesburg 2002 Anfänge gemeinsamen Vorgehens Zwischen Stockholm und Rio Weltgipfel Rio de Janeiro 1992 Zwischen Rio und Johannesburg UN Comm. on Sust. Dev. 1992 WHO Strategie Gesund. Umw. 1993 Weltwaldkonferenz Jakarta 1993 Inselstaatenkonf. Barbados 1994 Weltbevölkerungskonf. Kairo 1994 Umweltkonferenz Oslo 1994 Artenschutzkonf. Bahamas 1994 Aalborg-Charta 1994 Weltsozialgipfel Kopenhagen 1995 Weltfrauenkonferenz Peking 1995 IPF Waldforum 1995 1. Klimakonferenz Berlin 1995 Weltversamml. Städte WACLAC 1996 Welternährungsgipfel Rom 1996 Weltwüstenkonferenz Rom 1997 Erdgipfel Rio+5 New York 1997 Aarhus-Konvention 1998 Ziele Akteure Indikatoren Über das Lexikon
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Earth Summit +5 (Erdgipfel fünf Jahre nach Rio) New York 1997Am 23.-27. Juni 1997 fand in New York eine UN-Sondergeneralversammlung "5 Jahre nach Rio" statt. Hauptthema war: Welche Veränderungen haben die Hauptakteure - einschließlich Regierungen, internationale Politiker, Wirtschaft, Gewerkschaften, Frauengruppen und andere - in den fünf Jahren nach Rio erreicht? An dem Erdgipfel +5 nahmen 53 Staats- und Regierungschefs sowie 65 Minister für Umwelt oder anderer Ressorts teil. Der Erdgipfel +5 hatte folgende Ziele:
Der Erdgipfel +5 endete im Prinzip mit großer Ernüchterung bis hin zur Enttäuschung und eigentlich mit nur einer Übereinstimmung, nämlich dass es der Erde schlechter gehe als je zuvor. Hierüber konnten kleinere lediglich auf einzelnen Sektoren erreichte Fortschritte wie z.B. bei Klimaveränderungen, Waldverlusten oder knappen Süßwasserreserven nicht hinwegtäuschen. Probleme zeichneten sich insbesondere ab bei der Zunahme der Emissionen von Treibhausgasen, und bei der Freisetzung toxischer Stoffe und fester Abfälle. Dennoch war das Schlussdokument, das die Delegierten von über 165 Ländern verabschiedeten, eher enttäuschend, denn es enthielt nur wenige konkrete Verpflichtungen für zu ergreifende Maßnahmen. Insbesondere wegen der Nord-Süd-Differenzen darüber, wie nachhaltige Entwicklung global finanziert werden sollte bzw. könnte, gab es keine großen Durchbrüche. Dieses Schlussdokument, das sog. Programm für die weitere Umsetzung der Agenda 21 (Hypertext: Programme for the Further Implementation of Agenda 21), enthält eine Reihe sorgfältig austarierter Formulierungen, um die Differenzen zu kaschieren. Dabei geht es um folgende Punkte:
Weitere Punkte mit mehr oder weniger scharfen Forderungen betrafen die Sektoren Energie (Hypertext: Energy. On the contentious issue of energy subsidies and pricing, it was agreed to encourage Governments and the private sector to consider ways to promote internalization of environmental costs in energy prices, and to recognize the need to encourage the reduction and gradual elimination of subsidies that inhibit sustainable development. The need was recognized for "evolving commitments" for the transfer of clean technologies to developing countries. It was also agreed that talks on how to advance sustainable production and use of energy should take place at the CSD in the year 2001, with preparations to take place over a longer time-frame within an open-ended intergovernmental group of experts.), Ozeane und Meere (Hypertext: Oceans and Seas. Governments agreed on the urgent need to eliminate overfishing and excess fishing capacity, to consider the impact of subsidies to fishing fleets, and to strengthen implementation of existing agreements on marine pollution and sustainable use of oceans.), Armut (Hypertext: Poverty. Governments agreed that full implementation of the Social Summit programme of action is essential and listed priority actions. A proposal in the draft political statement that Governments would reduce by half, by the year 2015, the proportion of people living in absolute poverty did not resurface after the statement was dropped.) Institutionen (Hypertext: Institutions. Governments called for an enhanced role and adequate funding for a revitalized UN Environment Programme (UNEP). The 1998-2002 work programme was decided for the Commission on Sustainable Development, which will continue to be the central forum for reviewing implementation of Agenda 21. The next review by the General Assembly was set for 2002. A joint initiative by the Heads of State of Brazil, Germany, Singapore and South Africa, proposing the creation of a global environmental umbrella organization under the UN, with UNEP as a major pillar, was not reflected in any official decisions.) und andere Initiativen, hier das Auslaufen der Verwendung von verbleitem Benzin (Hypertext: Other Initiatives. Governments agreed to phase out the use of leaded gasoline as soon as possible. They also asked the United Nations to undertake a work programme to promote sustainable tourism, under the CSD.). Als positiv für die Zukunftsperspektiven einer "nachhaltigen Entwicklung" muss die Umsetzung der Idee von Rio von einer "Teilnahme" bzw. Partizipation auf dem Erdgipfel +5 angesehen werden. Neben rund 2.500 Regierungsvertretern und -delegierten nahmen ca. 1.000 Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen (NRO) teil. Erstmals in der Geschichte der UN durften in der UN-Vollversammlung Vertreter der "Hauptgruppen" (Hypertext: Major Groups), die in der Agenda 21 definiert werden, sprechen, einschließlich Vertreter von Umwelt- und Dritte-Welt-, Frauen-, Indigenen- Gruppen, Farmer, Gewerkschaften, Wissenschaftler, Lokalbehörden, Jugend und Privatleute. |
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